Sa. Jun 15th, 2024

1939 gab es den Wunsch der SS eine Bäckerei für das nahegelegene Konzentrationslager zu errichten. KZ-Häftlinge mussten dazu das Gelände – ein Forstgebiet – herrichten und mit einfachsten Mitteln Bäume fällen. Kriegsbedingt dauerte der Bau fast 2 Jahre. Im März 1941 startete die Produktion. 100.000 Brote täglich waren geplant – zur Versorgung der Wachmannschaften, Regimenter, der SS-Verfügungstruppe und der Leibstandarte SS „Adolf Hitler“. Die Versorgung der Zivilbevölkerung war nicht vorgesehen.

Die für die Brotproduktion eingesetzten Häftlinge wurden mit sauberer Kleidung ausgestattet und mussten täglichen duschen. Das Essen oder die Mitnahme von Brot war strengstens untersagt. Bei Zuwiderhandlung drohte die sofortige Erschießung.

Mit Kriegsende fiel das Gelände an die sowjetische Armee und die Produktionsanlagen wurden demontiert.

1946 wurde der Backbetrieb wieder aufgenommen, es erfolgten Umbauten und ab 1948 lief die Produktion als „Konsum-Backwarenkombinat“.

1991 erfolgte die Abwicklung des Betriebes. 1996 wurden die Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.

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